Im letzten Gruppenkurs „Kontakte knüpfen“ kam die Frage auf, wie einzigartig wir sind und ob man Menschen in Schubladen stecken darf. Persönlichkeitsmodelle vereinfachen doch nur die Wirklichkeit, sagte einer. Auf die Frage, ob denn jemand aus der Gruppe in seiner Umgebung Perfektionisten kennt oder typische Helfer, kam dann aber doch viel positive Reaktion. Persönlichkeitsmodelle wie das Enneagramm bieten tatsächlich einen hohen Wiedererkennungswert. Einige Kursteilnehmer konnten sich selbst in der Beschreibung der sogenannten 9 Typen wiedererkennen.

 

Hilfestellung durch den Life Coach

Ein Life Coach sorgt dafür, dass die Wirklichkeit tatsächlich nicht zu sehr vereinfacht wird. Das Persönlichkeitsmodell wird herangezogen, um die eigene Identität zu stärken, um Muster im Verhalten besser deuten, Stärken vertiefen und Schwächen identifizieren zu können.

Allerdings basiert das Life Coaching auf einem Dialog, in dem individuelle Probleme und Anliegen besprochen werden. Modelle wie das Enneagramm sind dabei hilfreich, nehmen aber keine zentrale Position ein.

Beispiel

Einer der Teilnehmer hat sich im Helfertyp wiedererkannt. Sein Bedürfnis anerkannt und wahrgenommen zu werden – typisch für diesen Enneagrammtyp -, ist so ausgeprägt, dass er eigene Wünsche und Bedürfnisse völlig ausblendet.

Diese Defizite können dank der „Diagnose“ jetzt gezielt angegangen werden. Seine starken Seiten, wie Empathiefähigkeit und Hilfsbreitschaft, können gewürdigt und ausgebaut werden.

Was ist ein Enneagramm?

Das Enneagramm ist ein Jahrtausende altes Persönlichkeitsmodell, es beschreibt neun verschiedene Menschentypen mit neun unterschiedlichen Weltsichten. Dabei geht es nicht nur um das menschliche Verhalten, sondern auch um die Beweggründe dahinter.

Es ist vergleichbar mit Erklärungsmodellen wie dem Big 5 (Persönlichkeitsmerkmale) oder Motivbeschreibungen wie dem Reiss-Profile (innerer Antrieb) und verbindet diese beiden mehr oder weniger.

Der große Vorteil des Enneagramms, das wörtlich ‚Neun‘ oder ‚ Bewegung‘ bedeutet, ist, dass man sich schnell mit einem der Typen identifizieren kann. Dieser Vorteil findet sich kaum in anderen Coaching-Modellen.

Geschichte

Der Ursprung ist unklar, aber vermutlich stammt das Enneagramm aus dem mittleren Osten. Das Model hatte ursprünglich etwas Mystisches und Mysteriöses. Mittlerweile ist das Enneagramm auch in der Welt des Business salonfähig geworden und wird in vielen großen Firmen verwendet und geschätzt.

Wissenschaftlichkeit und Nutzen

Die Validität des Enneagramms ist bisher nicht nachgewiesen. Jeder erkennt bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und Werte in gewissem Maße in sich wieder, vor allem wenn diese so allgemein wie im Enneagramm formuliert sind.

Dass man sich oder andere so leicht in den neun Typen wiederzuerkennen glaubt, hat möglicherweise mit dem Forer-Effekt zu tun: Täuschung durch persönliche Validierung oder Bestätigung.

Wenn man sich zusammen mit einem Life Coach intensiver mit den eigenen Persönlichkeitsmerkmalen und Werten auseinandersetzt, kann es gelingen, über solche allgemeinen Zuschreibungen hinauszugelangen.

Enneagramm:Beschreibung der neun Typen

Der ennegrammatischen Theorie zufolge sind im Menschen drei Intelligenzzentren zu unterscheiden: Bauch, Herz und Kopf

Typ 2, 3 und 4: Die Herztypen

Herztypen wollen Liebe, Bewunderung und Verständnis. Sie sind gefühlsbetont und suchen gern Kontakt mit Menschen. Für Herztypen ist es wichtig die Beweggründe anderen zu verstehen, beim Romantiker kommt Selbstverständnis hinzu. Herztypen ist es besonders wichtig zu wissen, wie sie auf andere wirken. Sie wollen Anerkennung. Die primäre Emotion ist Trauer.

2 Der Geber oder Helfer

→ Will geliebt und wertgeschätzt werden

Beschreibung:

Typ 2 ist ein Beziehungsmensch und kümmert sich gerne um andere. Er bittet aber selbst nicht gern um Hilfe und steht auch nicht gern im Vordergrund. Er neigt dazu, sich selbst zu vernachlässigen, ist selbstlos und teilt gerne Komplimente aus. Er ist warmherzig und gefühlsbetont. Er kommuniziert wertfrei und verwendet eher Ich-Botschaften.

Im Vergleich zu Typ 3 scheut er sich vor direkter Kritik. Er geht Konflikten lieber aus dem Weg und verzichtet dabei aus den eigenen Interessen und Bedürfnissen. Für seine Hilfsbereitschaft bekommt er zur Belohnung Dankbarkeit, wodurch sein Bedürfnis nach Anerkennung befriedigt wird. Intrinsisches Ziel ist es, geliebt zu werden.

  • Selbstbild: behilflich sein
  • Schwächen: nicht Nein sagen können, Konflikte vermeiden, unglücklich sein ohne fremde Wertschätzung, Sich-selbst-nichtig-machen, übertriebene Nähe
  • Stärken: kommunikativ, sensitiv, taktvoll, fürsorglich, freundlich, herzlich, emphatisch.
  • Verbesserungspotential: emotioneller Selbstwert, sich selbst annehmen als wertvoll, Konflikt und Kritikfähigkeit aushalten können.

→ Parallele zu den Big 5: Verträglichkeit hoch
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Anerkennung und Beziehungen ist hoch
→ zentrale Werte: Hingabe, Bescheidenheit, Gemeinschaftssinn, Güte
→ Welche Werte missachtet werden: Pragmatismus, Zielorientiertheit, Zweckmäßigkeit

3 Der Macher oder Erfolgsmensch

→ will leisten und ist wettbewerbsorientiert

Beschreibung:

Typ 3 ist ein Gewinnertyp, verlieren heißt für ihn scheitern. Er macht kaum einen Unterschied zwischen dem, was er leistet, und dem, was er ist als Mensch. Probleme existieren für den Erfolgsmenschen nicht, es sind Herausforderungen. Wie bei Typ 2 und 4 stehen Anerkennung zentral.

Der Macher aber bezieht alles fast ausschließlich aus seine Leistung (leistungsbezogener Selbstwert). Eine absolute Stärke des Erfolgsmenschen ist sein Zeitmanagement. Wenn der Macher aber nicht aufpasst ist er aber gefangen im Hamsterrad. Er ist dann nicht mehr als seine Arbeit. Intrinsisches Ziel ist es, erfolgreich zu sein.

  • Selbstbild: wirksam sein
  • Schwächen: egoistisch, berechnend, ungeduldig, taktlos, angepasst, spießig, karriere-süchtig, zukunftsfixiert.
  • Stärken: praktisch, effizient, zielorientiert, optimistisch, entscheidungsfreudig, kompetent.
  • Verbesserungspotential: lernen, anderen zu vertrauen, aktiv zuhören, Erfolgsdruck wahrnehmen, und zeitig zurückschalten. (Burnout-Gefahr). Sinnfragen beachten, werteorientierter leben.

→ Parallele zu den Big 5: Gewissenhaftigkeit
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Status und Macht ist hoch
→ zentrale Werte: Erfolg, Status, Entschlossenheit, Herausforderung
→ missachtete Werte: Bescheidenheit, Demut, Genügsamkeit,

4 Der Romantiker oder Individualist

→ will sich selbst verstehen und möchte einzigartig sein

Beschreibung:

Typ 4 ist ein introspektiver Typ und ist stolz auf seine Einbildungskraft und sein Einfühlungsvermögen. Er steht dem Gewöhnlichen, Alltäglichen skeptisch gegenüber und sieht sich selbst als etwas Besonderes. Er fühlt sich leicht missverstanden und zu wenig wertgeschätzt. Der Romantiker schätzt eher Gefühle und steht die Vernunft eher skeptisch gegenüber. Er hat einen Hang zum Exotismus und fühlt sich oft heimatslos.

Typ 4 ist wie Typ 2 und Typ 3 auf sich und seine Gefühlswelten konzentriert, er vergleicht sich oft mit anderen. Der Romantiker aber tut dies eher um seine Identität zu finden und sich abzugrenzen. Der Romantiker mag vertiefende Gespräche, wobei der andere vor allem als Spiegel für sein Selbst dient. Intrinsisches Ziel ist es, sich selbst zu verwirklichen sich frei entfalten zu können.

  • Selbstbild: authentisch sein
  • Schwächen: selbstverliebt, vergangenheitsfixiert, selbstzentriert, übersensibel, Selbstzweifel, melancholisch
  • Stärken: kreativ, originell, gefühlsstark, authentisch, tiefgründig, Sinn für das Schöne
  • Verbesserungspotential: zielgerichteter leben, tatkräftiger werden, Denken, Fühlen und Handeln in ein Gleichgewicht bringen.

→ Parallele zu den Big 5: große Offenheit für neue Erfahrungen, etwas introvertiert und wenig gewissenhaft. (wenig Disziplin)
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Anerkennung ist hoch
→ zentrale Werte: Schönheit, Tiefgründigkeit, Selbstverwirklichung, Kreativität
→ missachtete Werte: Bescheidenheit, Bodenständigkeit

Typ 5, 6 und 7: Die Kopftypen

Kopftypen analysieren, beobachten und sammeln Informationen, bevor sie sich entscheiden. Es geht ihnen um Denken und Sicherheit. Kopftypen machen oft erst einen Schritt zurück und wollen den Gesamtüberblick. Das Denken steht bei ihnen an erste Stelle, dann folgen erst Fühlen und Handeln. Die primäre Emotion ist Angst, der primäre Gedanke Misstrauen.

5 Der Beobachter oder Denker

→ will beobachten und begreifen.

Beschreibung:

Typ 5 hat ein starkes Bedürfnis nach Faktenwissen. Er ist analytisch eingestellt und hat oft ungewöhnliche Ideen und Gedanken. Er ist unabhängig und geht emotional eher auf Distanz. Wie Typ 4 (Romantiker) ist er tendenziell ein Einzelgänger, fühlt sich wohl alleine und eher unwohl in Gruppen. Bei beiden ist ein tiefgründiges Denken zentral.

Typ 4 vertraut aber eher auf seine Intuition, wogegen sich Typ 5 mehr logisch/mathematisch orientiert. Intrinsisches Ziel ist es, die Welt zu verstehen.

  • Selbstbild: Durchblick haben
  • Schwächen: distanziert, kopflastig, gedankenverloren, menschenscheu
  • Stärken: analytisch, neugierig, unabhängig, scharfsinnig, ideenreich, Relativierungsvermögen.
  • Verbesserungspotential: spontaner sein, Gefühle offener äußern, sich aus der Komfortzone herauswagen: auf Menschen zugehen, Empathie zeigen.

→ Parallele zu den Big 5: Introvertiertheit hoch, Offenheit für Erfahrungen hoch, Verträglichkeit niedrig
→ Parallele zum Reiss-Profile- Bedürfnis nach Neugier ist hoch
→ zentrale Werte: Privatsphäre, Struktur
→ missachtete Werte: Bescheidenheit, Körperlichkeit, Nähe

6 Der Loyale oder Pflicht-Erfüller

→ will Gewissheit und Sicherheit

Beschreibung:

Typ 6 ist ein sich nach Sicherheit und Vertrauen sehnender Typ. Er ist oft autoritätshörig und folgt gern Regeln. Nur wenn er stark an sich glaubt, schafft er es, sich selbst zu überwinden. Das allerdings erfordert Mut.

Wie bei Typ 5 spielt Information für ihn eine große Rolle, nur dass es ihm um Erkenntnisse und Struktur geht, nicht um Sicherheit und Vertrauen. Intrinsisches Ziel: Vertrauen (in sich selbst) zu gewinnen.

  • Selbstbild: loyal sein
  • Schwächen: ängstlich, dogmatisch, unschlüssig, autoritätshörig
  • Stärken: verlässlich, verantwortlich, vertrauenswürdig, gewissenhaft, rücksichtsvoll
  • Verbesserungspotential: lockerer und mutiger auftreten, mehr relativieren, mehr an sich glauben, Unsicherheit als Teil des Lebens akzeptieren

→ Parallele zu den Big 5: Neurotizismus hoch
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Ehre ist hoch
→ zentrale Werte: Ordnung, Verantwortlichkeit, Gehorsamkeit, Gewissenhaftigkeit
→ missachtete Werte: Bequemlichkeit, Gelassenheit, Aufgeschlossenheit

7 Der Lebensgenießer oder Abenteurer

→ will Glück herbeiführen

Beschreibung:

Typ 7 ist ein lustvoller, bequemer und glücksuchender Typ. Er hat manchmal Schwierigkeiten, Maß zu halten. Wie Typ 9 lebt er gern im Hier und Jetzt und sucht die Nähe zu (gleichgesinnten) Menschen.

Der Lebesgenießer hat kein gutes Zeitmanagement, er liebt den Moment. Eine absolute Stärke ist das Umsetzten von Lebenszielen. Intrinsisches Ziel ist der Genuss um seiner selbst willen.

  • Selbstbild: hedonistisch Leben
  • Schwächen: Vermeidung von Schmerz und Leid, undiszipliniert, unkonzentriert, impulsiv, narzisstisch
  • Stärken: spontan, optimistisch, ideenreich, lösungsorientiert
  • Verbesserungspotential: zielorientierter sein, Neigung zu Übermäßigkeit/Grenzerfahrungen einzäunen, unbequeme Emotionen wie Trauer oder Kummer zulassen, weniger lustorientiert leben

→ Parallele zu den Big 5: Extrovertiertheit hoch Gewissenhaftigkeit niedrig
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Eros ist hoch
→ zentrale Werte: Herausforderung, Bequemlichkeit, Hingabe, Leidenschaft, Aktivität, Genuss
→ missachtete Werte: Disziplin, Kontrolle, Bescheidenheit, Beständigkeit

Typ 8, 9 und 1: Die Bauchtypen

Bauchtypen sind körperbetont, es geht ihnen um (instinktives) Handeln und Autonomie. Sie nehmen die Welt über ihren Körper wahr. Sie reagieren instinktiv und direkt und grenzen sich gerne ab. Sie machen sich Gedanken über ihren Platz in der Welt. Die primäre Reaktion ist Wut.

8 Der Boss oder Leader

→ will stark und selbstbewusst sein Beschreibung:

Beschreibung:

Typ 8 ist ein dominanter und durchsetzungsfähiger Typ. Ihm ist es wichtig, Stärke zu zeigen, um nicht dominiert zu werden. Er ist streitlustig, übernimmt gerne Verantwortung und sehnt sich nach Macht. In der Kommunikation verwendet der Leader eher Du-Botschaften und wirkt deswegen auf anderen oft taktlos.

Wie Typ 3 ist er leistungsorientiert und möchte gewinnen, nur dass es ihm weniger um Wertschätzung, als um das bestmögliche Wettkampf-Ergebnis geht. Er geht Konflikten nicht aus dem Weg und orientiert sich an den eigenen Interessen. Er verabscheut Mitleid, Passivität und Schwäche. Der Leader mag kaum Smalltalk, nur wenn dieser dienlich für seine (geschäftlichen) Ziele ist. Intrinsisches Ziel ist Kontrolle.

  • Selbstbild: einflussreich sein
  • Schwächen: dominant, aggressiv, egozentrisch
  • Stärken: direkt, selbstbewusst, verantwortungsvoll, mutig
  • Verbesserungspotential: Schwächen eigenstehen, Gefühle von andere Menschen respektieren, Ruhe bewahren, behutsamer, taktvoller und emphatischer sein

→ Parallele zu den Big 5: Extrovertiertheit und Gewissenhaftigkeit hoch, Verträglichkeit niedrig
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Macht, Status und Rache/Kampf ist hoch
→ zentrale Werte: Herausforderung, Selbstständigkeit, Führung, Entschlossenheit, Effektivität
→ missachtete Werte: Bescheidenheit, Harmonie, Spaß, Ruhe

9 Der Vermittler oder Friedensstifter

→ will Harmonie und innere Ruhe

Beschreibung:

Typ 9 ist emphatisch, betrachtet die Welt gerne aus verschiedenen Blickwinkeln und hat Schwierigkeiten, sich zu entscheiden. Es gelingt ihm gut, Einigungen erzielen. Stress und Unruhe sind Fremdwörter für ihn. Er geht Konflikten nicht aus dem Weg und orientiert sich sowohl an den Interessen des anderen als auch an den eigenen Interessen.

Wie Typ 2 möchte er von anderen geschätzt werden, sucht aber nicht in erster Linie Anerkennung, sondern Harmonie. Intrinsisches Ziel ist eine Ausgewogenheit von Gedanken und Gefühlen und eine Verbundenheit mit andere Menschen.

  • Selbstbild: zufrieden und gelassen sein
  • Schwächen: unpünktlich, reaktiv, zu abwartend und abwägend
  • Stärken: relaxed, zufrieden, optimistisch, geduldig, freundlich, im Hier und Jetzt lebend
  • Verbesserungspotential: Selbstwertgefühl verbessern, eigenen inneren Antrieb konkretisieren, zielorientierter sein, Konfliktfähigkeit verbessern, zukunftsorientierter leben

→ Parallele zu den Big 5: Introvertiertheit und Verträglichkeit hoch, Gewissenhaftigkeit niedrig
→ Parallele zum Reiss-Profile – Motiven:
→ zentrale Werte: Aufgeschlossenheit, Gelassenheit, Bequemlichkeit, Spaß
→ missachtete Werte: Zielstrebigkeit, Entschlossenheit, Disziplin, Leistung

1 Der Perfektionist oder Reformer

→ will vollkommen sein und Dinge (oder auch die Welt) verbessern

Beschreibung:

Typ 1 ist getrieben von dem Gedanken, dass es immer etwas zu verbessern gibt, entweder an sich selbst oder an der Welt. Der Perfektionist steht Gefühlen eher skeptisch gegenüber, ist eher vernunftgesteuert. Er stellt oft unerreichbare Ansprüche an sich selbst und hat bisweilen hohe Ansprüche an andere. (Nähe zu Typ 8)

Mit Typ 3 teilt er das Streben nach Leistungsfähigkeit, nur dass er sich oft unrealistische Ziele setzt und sich dadurch immer wieder unter Druck setzt. Das führt oft zu Ärger oder Wut. Perfektionisten wie Typ 1 haben im Gegensatz zu Typ 3 fast immer Probleme im Time-Management. Intrinsisches Ziel ist das Erreichen ideeller Ziele.

  • Selbstbild: vollkommen sein
  • Schwächen: zu analytisch/vernunftgesteuert, fordernd, ungeduldig
  • Stärken: diszipliniert, verlässlich, ordentlich
  • Verbesserungspotential: Fehler und Schwächen erlauben (Imperfektionstoleranz), Güte und Freundlichkeit zulassen, Gelassenheit und Müßiggang durch Achtsamkeit üben (bewusstes Wahrnehmen) und Meditation (die Dynamik der Außerwelt ausbremsen)

→ Parallele zu den Big 5: Neurotizismus
→ Parallele zum Reiss-Profile – Bedürfnis nach Anerkennung, Ordnung und emotionale Ruhe ist hoch
→ zentrale Werte: Struktur, Genauigkeit, Ordnung
→ missachtete Werte: Gelassenheit, Authentizität, Bequemlichkeit, Familie, Harmonie, Offenheit, Ruhe

© Timo ten Barge [20.03.2018]