Mobbing in der Arbeit: ein erfolgreicher Weg aus dem Albtraum

von | Arbeit und Zeitmanagement | 8 Kommentare

„Vielleicht kommst du mit dieser Art bei euch in Asien durch, aber hier bei uns nicht.“

Für Kwon, der aus Südkorea stammt, ist Mobbing kein bekannter Begriff. Er arbeitet seit fünf Monaten in einem Altersheim mit alten, meist dementen Menschen.

Schwierigkeiten mit einer Kollegin

Von Anfang an scheint er keine gute Beziehung zu seiner Kollegin Ricarda zu haben, die zeitgleich mit ihm die Probezeit begonnen hat. Er hat das Gefühl, dass sie ihn nicht mag und ihn möglicherweise als Konkurrenz betrachtet. Hinter seinem Rücken  verbreitet sie seltsame Geschichten über ihn.

Wachsende Isolation und Unsicherheit

Kwon bemerkt, dass er zunehmend ignoriert wird und die Blicke seiner Kollegen ihm ausweichen. Manche verdrehen sogar die Augen, wenn er vorbeigeht oder eine Frage stellt. Er fragt sich, ob er möglicherweise etwas Falsches getan hat, da sich die gesamte Gruppe von ihm abzuwenden scheint.

Konflikte mit dem Chef

Seit Kurzem muss er sich öfter dem Chef gegenüber verantworten. Dieser war anfangs freundlich, wirkt jetzt aber immer skeptischer, was ihn stark beunruhigt, da er großen Respekt vor dem Chef hat.

Suche nach Unterstützung und Verständnis

Mittlerweile hat er nur noch eine Vertrauensperson, die freundlich zu ihm ist – die Putzfrau, wie sie von allen genannt wird, oder auch Beate, wie er sie nennt, da das ihr Name ist. Kwon möchte von mir wissen, was genau vor sich geht, ob das, was gerade in der Arbeit passiert, Mobbing ist, wie ihm Beate eingeflüstert hat.

Kulturelle Unterschiede und Herausforderungen

Ricarda ist etwas älter, und in der koreanischen Kultur werden abwertende Bemerkungen von älteren Menschen eher akzeptiert. Als ihm der Spruch an den Kopf geworfen wurde, wusste er nicht, wie er reagieren sollte, und verabschiedete sich höflich.

Zukunftsängste und Suche nach Lösungen

Er macht sich mittlerweile Sorgen um seinen Ruf, falls diese Situation weiter anhält. Da er sich von Psychotherapie wenig Praktisches erhofft, möchte er es mit Life-Coaching probieren.

 

Inhalt:

Text: Mobbing in der Arbeit: ein erfolgreicher Weg aus dem Albtraum

1. Analyse Life Coach: 4 Strategien
2. Was genau ist Mobbing? Systematisch Schikanieren
3. Was Mobbing nicht ist: Kritik, Konflikte und Ignoranz
4. Die 4 Phasen im Mobbing: Kwons Situation
5. Südkoreanische Kultur und Soziales Mobbing
6. Psychosomatische Auswirkungen von Mobbing

 

1. Analyse Life Coach

Nachdem Kwon mir von dem Vorfall des Mobbings berichtet hat, möchte er nun erfahren, wie er sich schlagfertiger verhalten kann. Ein Berufswechsel kommt nicht in Frage, er liebt seinen Beruf. Alten und bedürftigen Menschen helfen sieht er als seine Berufung. Er bekommt dort viel Anerkennung.

Privat wünschst er sich seinen Freundes- und Bekanntenkreis zu erweitern, da er sich zunehmend isoliert fühlt. Insgesamt haben wir also vier klare Ziele, an denen wir gemeinsam arbeiten werden.

 

Ziel 1: Klarheit über den Begriff Mobbing & Buchführen

Praktische Übung: Mobbing-Tagebuch führen
Kwon führt ein Mobbing-Tagebuch, in dem er unerwünschte Vorfälle notiert. Er verzeichnet Datum, Uhrzeit, beteiligte Personen und eine kurze Beschreibung des Vorfalls. Dies ermöglicht ihm, das Ausmaß des Mobbingverhaltens besser zu erkennen, verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

 

Ziel 2: Maßnahmen gegen Mobbing: Klärendes Gespräch

Praktische Übung: Vorbereitung auf das klärende Gespräch
Kwon erlernt die Kunst eines klärenden Gesprächs mit seinem Chef und Ricarda. Wir planen sorgfältig, indem wir Strategien erarbeiten, um seine Gefühle und Gedanken am besten auszudrücken, um so seine Kommunikation zu stärken.

 

Ziel 3: Selbstvertrauen und Schlagfertigkeit stärken

Praktische Übung: Positive Selbstaffirmationen und Rhetoriktraining.

Wir üben positive Selbstaffirmationen, um Kwons Selbstvertrauen zu stärken. Darüber hinaus trainieren wir Schlagfertigkeitsübungen, um ihm zu helfen, freundlich, aber schlagfertig zu reagieren, wenn er mit negativem Verhalten konfrontiert wird.

 

Ziel 4: Freundes- und Bekanntenkreis erweitern

Praktische Übung: Aktive Teilnahme an sozialen Aktivitäten

Kwon beteiligt sich aktiv an sozialen Aktivitäten, um seinen Freundes- und Bekanntenkreis zu erweitern. Wir erarbeiten Strategien, wie er cool, selbstbewusst und ohne Hemmungen auf Menschen zugehen, Gespräche initiieren und neue Kontakte knüpfen kann. Da er nicht schüchtern ist, macht er dabei ausgezeichnete Fortschritte.

 

Fazit: Ein erfolgreicher Weg aus dem Mobbing-Albtraum

Nachdem ich mit Kwon die ersten 3 Ziele durchgearbeitet habe, entwickelt er ein tieferes Verständnis für Mobbing und wie er damit umgehen kann. Er führt ein klärendes Gespräch mit seinem Chef und Ricarda, bei dem er ruhig und überlegt seine Sichtweise darlegt. Trotz Ricardas Widerstand gelingt es Kwon, die Situation zu seinem Vorteil zu klären.
Einige Wochen später, nachdem der Chef genauer hingeschaut und konsequent durchgegriffen hat, endet der Albtraum für Kwon. Ricarda hat ihre Probezeit nicht überstanden, Kwon schon.
Die Atmosphäre am Arbeitsplatz verbessert sich spürbar. Kwon hat Mut und Entschlossenheit bewiesen, um das Mobbing zu überwinden. Er ist jetzt dabei seinen Freundes- und Bekanntenkreis zu erweitern, das fällt ihm sichtbar leichter, nachdem diese Last von seiner Schulter gefallen ist.

 

2. Was ist Mobbing? 

 

Mobbing: Psychologische Gewalt am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein ernsthaftes soziales Phänomen, das nicht nur die betroffene Person, sondern auch das Arbeitsumfeld negativ beeinflussen kann. Es ist ein systematisches und wiederholtes Verhalten, bei dem eine oder mehrere Personen die Absicht haben, eine andere Person psychisch oder physisch zu schikanieren, zu erniedrigen oder auszugrenzen.

 

Mobbing: Systematisches Schikanieren

Mobbing zeichnet sich durch eine langanhaltende und absichtliche Belästigung aus, bei der die betroffene Person einem konstanten Muster von negativem Verhalten ausgesetzt ist. Die Absicht, Schaden zuzufügen, ist ein Schlüsselelement des Mobbing-Verhaltens.

Mobbing durch Gerüchte: Herabwürdigung und Vorurteile

In Kwons Fall äußert sich Mobbing durch die wiederholte Verbreitung von Gerüchten über ihn, das häufige Ignorieren seiner Anwesenheit und das Schüren von Vorurteilen aufgrund seiner Herkunft und Bildung.

 

3. Was Mobbing nicht ist

In jedem beruflichen Umfeld kommt es zu zwischenmenschlichen Problemen, die gelegentlich Spannungen hervorrufen können. Deswegen ist es wichtig, eine klare Unterscheidung zwischen ’normaler‘ Kritik, Konflikten oder Unaufmerksamkeit und potenziellem Mobbing zu machen. Hier sind 3 Szenarien, die verdeutlichen, wann eine Handlung nicht als Mobbing einzustufen ist:

 

1. Kritik:

Solange die Kritik nur auf die Arbeitsleistung bezogen ist, handelt es sich nicht um Mobbing, sondern im besten Fall um eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung.

 

2. Konflikte:

Meinungsverschiedenheiten sind natürliche Bestandteile der Zusammenarbeit. Solange sie nicht zu systematischer Schikane oder Ausgrenzung führen, handelt es sich nicht um Mobbing.

 

3. Gelegentliche Ignoranz:

Gelegentliches ignorieren oder eine Unaufmerksamkeit stellt keinen Mobbing-Vorfall dar, solange sie nicht systematisch ist. Nicht jedes negative oder unerwünschte Verhalten kann also als Mobbing interpretiert werden.

 

Kriterien von Mobbing bei Gerichtsurteil nicht erfüllt

Ein Gerichtsurteil in Deutschland (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.08.2010, Az.: 6 Sa 318/10) kam zu dem Schluss, dass bestimmte Konflikte und Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz nicht als Mobbing eingestuft werden können, wenn sie nicht den Kriterien wiederholter, systematischer und schikanöser Handlungen entsprechen, die auf Schädigung abzielen. In diesem Fall wurde ein Konflikt zwischen Kollegen nicht als Mobbing angesehen, da die genannten Kriterien nicht erfüllt waren.

 

4. Mobbing – 4 Phasen

Der renomierte Psychologe Professor Einarsen untersucht in einer Studie (‚Bullying and Harassment in the Workplace‘) aus 2003 Mobbing als Prozess. Er identifiziert vier Hauptphasen: Konfliktentstehung, Eskalation, Krisen- und Schadensphase, sowie Lösungsphase. Auch bei Kwon lassen sich ähnliche Phasen feststellen. Sie können helfen, Kwons Situation besser zu verstehen und einen erfolgreichen Weg aus seiner gesundheitsschädigenden Lage zu finden.

 

Phase 1: Einleitung und Eskalation des Konflikts

In dieser Phase werden die ersten Anzeichen von Konflikten und negativem Verhalten sichtbar, das später zu Mobbing führen kann.
Erklärung: Kwon erlebt von Anfang an, dass seine Kollegin Ricarda ihn nicht warmherzig empfängt und möglicherweise als Konkurrenz betrachtet. Der rassistische Kommentar von Ricarda deutet auf eine negative Haltung hin, die später in Mobbing übergehen könnte.
Ricardas Äußerung, „Mit dieser Art kommst du vielleicht bei euch in Asien durch, aber hier bei uns nicht,“ weist auf ein offensichtliches Konfliktpotenzial hin und offenbart negative Vorurteile.

 

Phase 2: Systematische Schikanierung und Ausgrenzung

In dieser Phase intensiviert sich das negative Verhalten, und die betroffene Person wird gezielt schikaniert und ausgeschlossen.
Erklärung: Kwon bemerkt, dass er von Kollegen ignoriert wird, und sie verdrehen sogar die Augen, wenn er vorbeigeht. Ricarda erzählt hinter seinem Rücken seltsame Geschichten über ihn und versucht, sein Ansehen zu schmälern.
Beispiel: Ricardas Verbreitung von Gerüchten darüber, dass Kwon keine alten Menschen mag und sich aufgrund seiner akademischen Herkunft überlegen fühlt, zielt darauf ab, sein Ansehen und seine Reputation zu schädigen.

 

Phase 3: Verstärkung der Isolation und psychischer Belastung

In dieser Phase führt die Schikanierung zu einer zunehmenden Isolation der betroffenen Person und hat schwerwiegende Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit.
Erklärung: Kwon wird immer mehr ignoriert und isoliert. Er hat nur noch eine Bezugsperson, die ihm freundlich gesinnt ist. Die negativen Auswirkungen auf sein Selbstwertgefühl und seine Stimmung sind spürbar.
Beispiel: Kwons Gefühl der Isolation wird durch die Tatsache verstärkt, dass er nur noch eine einzige freundliche Bezugsperson hat und von den meisten Kollegen gemieden wird.

 

Phase 4: Klärung und Lösung des Konflikts

In dieser Phase sucht die betroffene Person nach Lösungen, um das Mobbing zu beenden und wieder eine positive Arbeitsumgebung herzustellen.
Erklärung: Kwon wendet sich an einen Life Coach, um Wege zu finden, mit der Situation umzugehen, seine Schlagfertigkeit zu stärken und seinen sozialen Kreis zu erweitern.
Beispiel: Kwon möchte lernen, wie er sich freundlich, aber schlagfertig verhalten kann, um sich gegen das negative Verhalten seiner Kollegen zur Wehr zu setzen und gleichzeitig seinen Freundeskreis zu erweitern.

 

Mobbing: Eskalation am Arbeitsplatz

Die Phasen des Mobbings verdeutlichen die schrittweise Eskalation von Konflikten am Arbeitsplatz. Kwons Fall zeigt, wie sich aus anfänglichen Vorurteilen und negativem Verhalten eine belastende Situation entwickeln kann.
Die Grenzen des Mobbing-Spektrums sind fließend, und es ist wichtig, nicht nur auf das offensichtliche schikanierende Verhalten zu achten, sondern auch auf die psychologischen Auswirkungen auf die betroffene Person.

 

5. Südkoreanische Kultur und Soziales Mobbing

Die kulturellen Normen und Werte eines Landes spielen eine entscheidende Rolle bei der Ausgestaltung von sozialen Interaktionen am Arbeitsplatz. Südkorea, bildet da keine Ausnahme. Das Verständnis von Mobbing und die Wahrnehmung sozialen Verhaltens werden stark von diesen kulturellen Faktoren beeinflusst. Folgende 3 Merkmale verdeutlichen das:

 

1) Hierarchie und Respekt

Die südkoreanische Kultur legt großen Wert auf Hierarchie und Respekt vor Autoritätspersonen. Das kann dazu führen, dass Mobbing in subtilen Formen auftreten kann, die von außen schwer zu erkennen sind.

Beispiel: Ein junger Mitarbeiter, der aufgrund seiner geringeren Berufserfahrung von älteren Kollegen ignoriert oder abwertend behandelt wird, ohne dass es offensichtlich schikanöses Verhalten ist.

 

2) Gruppenorientierung

Die koreanische Kultur betont die Bedeutung der Gruppe und des kollektiven Wohlbefindens. Mobbing kann in Form von sozialer Ausgrenzung auftreten, um jemanden zu disziplinieren oder zu korrigieren.

Beispiel: Ein Teammitglied, das von anderen aus der Gruppe isoliert wird, weil es als nicht konform mit den Gruppenwerten wahrgenommen wird.

 

3) Gesichtswahrung

Das Prinzip der Gesichtswahrung ist in Südkorea von großer Bedeutung. Indirekte Formen von Mobbing, wie das Verbreiten von Gerüchten, können verwendet werden, um jemandes Ruf zu schädigen und sein Ansehen zu verletzen, was zu Scham führt.

Beispiel: Das gezielte Weitererzählen von Informationen über einen Kollegen, um Zweifel an seiner Kompetenz zu säen und sein Ansehen zu untergraben.

 

Mobbing: Fazit

Ein umfassendes Verständnis der kulturellen Dynamiken ist von entscheidender Bedeutung, um angemessene Maßnahmen und Strategien zu entwickeln.
Im Fall von Kwon haben alle drei Merkmale eine Rolle gespielt. Für ihn war es weniger offensichtlich, was tatsächlich am Arbeitsplatz vor sich ging, da er aus einem anderen Kulturkreis stammt.
Das Bewusstsein für diese kulturpsychologischen Aspekte hat zu einem schnelleren Erfolg geführt

 

6. Psychosomatische Auswirkungen auf Mobbing

Soziales Mobbing am Arbeitsplatz kann schwerwiegende gesundheitsschädigende Folgen für die betroffenen Personen haben. Hier sind 15 Auswirkungen:

Geringes Selbstwertgefühl:

Die kontinuierliche Herabsetzung und Ausgrenzung können das Selbstwertgefühl der Betroffenen erheblich schmälern.

Isolation:

Mobbing kann dazu führen, dass die betroffene Person sich isoliert und soziale Interaktionen, Smalltalk etc, meidet.

Psychosomatische Beschwerden:

Mobbing kann zu körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen und Herzrasen führen.
Burnout: Anhaltender Stress durch Mobbing kann in ein Burnout-Syndrom übergehen, das Erschöpfung und emotionale Erschöpfung verursacht.

Verlust der Lebensfreude:

Anhaltender psychischer Stress durch Mobbing kann dazu führen, dass die betroffene Person die Freude am Leben verliert.

Geringe Motivation: Mobbing

kann die Motivation und den Enthusiasmus für die Arbeit und das Leben im Allgemeinen verringern.

Verlust von Authentizität:

Mobbing kann dazu führen, dass sich die betroffene Person gezwungen fühlt, ihre wahre Persönlichkeit zu verbergen, um Konfrontationen zu vermeiden. Sie wirken dadurch nicht authentisch.

Verändertes Mindset:

Anhaltendes Mobbing kann das Denken und die Einstellung der betroffenen Person verändern, was zum negativen Mindset und einer pessimistischen Sichtweise oder Philosophie führen kann.

Herausforderung der Resilienz:

Mobbing stellt die psychische Resilienz auf die Probe und erfordert den Aufbau von Bewältigungsstrategien.

Einschränkung der Empathie:

Ständiges Mobbing kann dazu führen, dass die Fähigkeit zur Empathie gegenüber anderen beeinträchtigt wird.

Wut und Frustration:

Mobbing kann starke Gefühle von Wut und Frustration hervorrufen, die sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken können.
Verlust von Lebenszielen:

Unter dem Einfluss von Fremdbestimmung durch Mobbing können die persönlichen und beruflichen Ziele einer Person in den Hintergrund treten.

Perfektionismus:

Mobbing kann den Perfektionismus verschlimmern, indem es das Gefühl verstärkt, dass alles genau richtig gemacht werden muss, um den Anforderungen der Mobber zu entsprechen.

Innere Kritiker:

Mobbing kann die inneren Kritiker verstärken, die in vielen Menschen existieren, und zu negativen Selbst-Gesprächen führen, die das Selbstwertgefühl weiter beeinträchtigen.

Hochsensibilität:

Hochsensible Personen könnten auf Mobbing überempfindlich reagieren, was zu intensiveren emotionalen Reaktionen wie Angst, Depression oder Überforderung führen kann.

 

© Timo ten Barge 10.04.24

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8 Kommentare

  1. Emilia

    Hallo Timo,
    als Kind wurde ich selbst gemobbt und erlebe jetzt leider wieder Ähnliches am Arbeitsplatz.
    Dein Blog hat mir schon einige hilfreiche Einsichten gebracht. Wenn ich bei der Arbeit einen Fehler mache, werde ich sofort von meinem direkten Kollegen, herablassend behandelt, ähnlich wie im Beispiel, das du erwähnt hast. Kannst du mir bitte einen Tipp geben, wie ich damit umgehen soll? Ich bin oft sprachlos!
     
    Viele Grüße,
    Emilia

    Antworten
    • Timo

      Hallo Emilia,
      um dir besser helfen zu können, bräuchte ich noch ein paar weitere Informationen. Ich vermute, dass Themen wie Selbstwertgefühl und Schlagfertigkeit für dich wichtig sind. Vielleicht möchtest du auch etwas darüber in den anderen Blogs lesen.
      Ich wünsche dir viel Erfolg! 
      Liebe Grüße, Timo

      Antworten
  2. Emilia

    Lieber Timo,
    natürlich, gerne gebe ich dir mehr Informationen.
    Ich arbeite in einem Verlag. Oft habe ich das Gefühl, dass andere mich als minderwertig betrachten, weil ich nicht studiert habe.
    Ab und zu höre ich negative Sprüche.


    Hilft dir das als zusätzliche Information?
     
    Viele Grüße,
    Emilia

    Antworten
    • Timo

      Hallo Emilia,
      danke, das hilft mir auf jeden Fall weiter. Es ist sehr belastend, als minderwertig betrachtet zu werden, aber es ist wichtig zu bedenken, dass es ein Gefühl ist. Es ist in Ordnung, dass nicht jeder den gleichen Hintergrund hat. Du hast sicherlich andere Qualitäten.
      Hast du ein paar Beispiele für bestimmte abwertende Bemerkungen? 
      Viele Grüße, Timo

      Antworten
  3. Emilia

    Lieber Timo,
    ja natürlich, sorry.
    Vor kurzem hat eine Kollegin zu mir gesagt: „Was weißt du schon von Marketing?“
    Da wusste ich erst einmal nicht, was ich darauf antworten sollte.
    Es gibt auch viele andere Dinge, die ich lieber bald wieder vergessen möchte.
    Vielleicht bin ich zu empfindlich? 
    Viele Grüße,
    Emilia

    Antworten
    • Timo

      Hallo Emilia,
      es ist völlig in Ordnung, empfindlich zu sein.
      Schau mal, ob du dich hier in dem Blog Hochsensibilität wieder erkennst.
      Eine mögliche Antwort wäre: „Toll, dass du so viel über Marketing weißt. Wie siehst du das denn ?“

      Das kann dann einfach positiv oder auch ironisch rüberkommen, abhängig davon, wie diese Kollegin das Gesagte interpretiert.
      Die Wahrheit schlechthin, gibt es nicht in der Kommunikation.

      Es wäre auf jeden Fall gut, an deinem Selbstwert zu arbeiten und etwas schlagfertiger zu werden.
      Wenn es dann nicht besser wird, könntest du auch einen Berufswechsel in Betracht ziehen.

      Ich hoffe, diese Tipps bringen dir weiter:-)

      Viele Grüße,
      Timo

      Antworten
  4. Emilia

    Danke Timo,
    das hat mir schon sehr weitergeholfen!
    Bietest du manchmal auch Gruppenkurse an?  Ich denke das würde mir Spaß machen.

    Viele Grüße, Emilia

    Antworten
    • Timo

      Hallo Emilia,

      ja, ich biete Gruppenkurse zu den Themen Resilienz, Smalltalk und Schlagfertigkeit an. Sie finden immer am Samstag statt.
      Vielleicht wäre der Gruppenkurs Schlagfertigkeit etwas für dich.

      Viele Grüße, Timo

      Antworten

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